1. Rundgang am 10. Februar 2008
Treffpunkt um 9:45 Uhr
TTC Hamburg, Harkortstieg 10
Bahn: Bhf. Altona Fern-/S-Bahnen oder S-Bahn Hostenstraße, ca. 8 Min. Fußweg.
Bus: Max-Brauer-Allee/Gerichtsstr. oder Stresemannstr./Kaltenkircher Platz, ca. 5 Min. Fußweg.
10:00 Uhr Puja im TTC Hamburg
Die Meditation auf den Buddha-Aspekt der Grünen Tara, der Befreierin, dient in erster Linie der Überwindung von Angst und dem Schutz vor störenden Einflüssen. Tara ist eine weibliche Meditationsgottheit, deren Praxis in allen Traditionen des tibetischen Buddismus zu finden ist.
Das Hamburger Zentrum Theksum Tashi Chöling - TTC Hamburg erhielt seinen Namen 1994 vom 17. Karmapa Urgyen Trinley Dorje. Der Name bedeutet "der Glückverheißende Ort, an dem die drei Buddhistischen Wege (Yanas) gelehrt werden". Authentische Lehrer der Karma-Kagyü-Tradition bieten im TTC regelmäßig Meditations- und Studienkurse an. Das Spektrum reicht von den Grundlagen des Tibetischen Buddhismus bis hin zu höchsten Mahamudra- und Dzogchen-Belehrungen. Das Ziel des TTC Hamburg ist es, die ursprüngliche Weisheit der ungebrochenen Linie der Kamapas in unsere westliche Kultur und unser individuelles Leben zu integrieren, zum Wohle und zur Bereicherung aller.
www.ttc-hamburg.de
TTC Hamburg
Harkortstieg 4
22765 Hamburg
12:30 Uhr Semah-Tänze der Aleviten im Alevitischen Zentrum
Der Semah-Tanz symbolisiert das Universum mit den Planeten des Sonnensystems und der Galaxie. Er wird daher im Kreis getanzt, wobei die Semah-Tänzer sich wie Planeten sowohl um sich selbst als auch um die Kreismitte drehen. Seit dem 12. Jahrhundert dient dieser heilige Tanz zur geistigen Annäherung an Allah
Die Aleviten beten nicht in einer Moschee, sondern treffen sich in einem cemevi, einem Vereinshaus zur Rezitation von Gedichten und zum rituellen Tanz (Semah).
Das HAKM (Alevitisches Kulturzentrum Hamburg) ist die Interessenvertretung der über 30.000 Alevitinnen und Aleviten in der Hansestadt. Das Alevitentum geht auf Hazreti Ali zurück, den Adoptiv- und Schwiegersohn des Propheten Mohammed; die Aleviten sehen in Hazreti Ali den rechtmäßigen Nachfolger Mohammeds. Aleviten verstehen sich als weltoffene Glaubensrichtung, Frauen und Männer sind gleichberechtigt, sie lehnen u.a. die Scharia (Gesetzkodex im Islam) ab, treten für Gewalt- ud Religionsfreiheit ein. Als Abspaltung vom Islam werden sie in einigen islamischen Ländern verfolgt.
www.alevi-hamburg.com
Alevitisches Kulturzentrum Hamburg
Goethestraßee 37
22767 Hamburg
15:30 Uhr Das Hamburger Hungertuch in der Christuskirche Eimsbüttel
Das Hungertuch knüpft an eine über 1000 Jahre alte Tradition der "Fastentücher" an und wurde 1997 im Auftrag des PTI (Pädagogisches Theologisches Institut der Universität Hamburg) von Dozenten und Studenten unter Anleitung des Wandmalkünstlers Sönke Nissen-Knaak entwickelt und angefertigt. Es zeigt die Erfahrung von Jugendlichen mit Armut, Gewalt, Einsamkeit und Ungerechtigkeit auf und stellt diese in einem gesellschafts- und weltpolitischen Zusammenhang. Darüber hinaus sind in das Gemälde die befreienden Traditionen in Hamburg ansässiger Weltreligionen (Judentum, Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Islam) sowie säkularer Weltanschauungen (Sozialismus) aufgenommen.
Sönke Nissen-Knaak wird das Bild erläutern.
Die evangelisch-lutherische Christuskirche in Hamburg Eimsbüttel ist seit langem ein Ort interreligiöser Begegnung und interkulturellen Austausches. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener großer Weltreligionen kommen hier regelmäßig zu Gesprächen und interreligiösen Andachten/Gottesdiensten zusammen. In einer Welt, in der Religionen in viele Konflikte verstrickt sind, wird hier ein Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben der Religionen in gegenseitiger Achtung praktiziert.
www.kirche.eimsbuettel.de
Christuskirche Eimsbüttel
Bei der Christuskirche 2
20259 Hamburg


